Claudio Rendina
Hrsg. Newton & Compton 
pp. 466 (Band I)

Wenn Sie nach Neuigkeiten über Claudio Rendina suchen, werden Sie feststellen, dass er ein in 1938 geborener italienischer Schriftsteller, Dichter und Journalist ist, der sich hauptsächlich mit Rom, seiner Geschichte und der der wichtigsten Vertreter, den Päpsten, befasst.

Ich habe den ersten Band der Geschichte des Papsttums von St. Peter (30-67 n. Chr.) bis Gregor IX. (1227-1241 n. Chr.) gelesen und muss sagen, dass ich wirklich beeindruckt war.

Das Buch ist sehr gut geschrieben, die historische Recherche ist gründlich, aber immer klar und lesbar.
Die Päpste (und damit verbundene Gegenpäpste) werden einzeln vorgestellt und von ihrem Porträt begleitet.
Am besten hat mir gefallen, wie die Beziehungen zwischen den Päpsten und der weltlichen Macht, Königen und Kaisern, von Ost und West und dann den ersten Gemeinden Italiens dargestellt werden.
Die Geschichte der Kirche mit ihren Konzilen und Fälschungen wird gut erklärt und betont stets die Konsequenzen der wichtigsten Handlungen der Päpste.

Große Persönlichkeiten wie die von Leo dem Großen (440-461 n. Chr.), der sich in Peschiera dem Hunnenkönig Attila stellt, um Rom zu retten, wechseln sich mit unmoralischen und brutalen Charakteren der römischen Aristokratie (und nicht) in den Händen von Matronen ab Katholiken mit zweifelhaftem Glauben wie Marozia, wahre Herrscherin Roms zwischen 925 und 935 n. Chr
Die Machtkämpfe zwischen den Tusculums und den Crescenzis werden Elemente wie Benedikt IX. (1032-1044) auf den päpstlichen Thron bringen, einen der grausamsten und unedelsten Päpste in der gesamten Kirchengeschichte, der meiner Meinung nach zum Mord fähig ist , das Amt des Papstes zu verkaufen und dreimal den päpstlichen Thron zu besteigen und dabei allerlei Verbrechen zu begehen.
Und was ist mit den Konzilen von Nicäa, den falschen Schenkungsurkunden Konstantins, die dazu dienten, die juristischen Grundlagen der weltlichen Macht der Kirche zu schaffen? All dies wurde meisterhaft entlarvt, auch dank der Hilfe des Liber pontificalis und die Werke von Gregorovius, Historiker des 800. Jahrhunderts.

Letztendlich darf das Buch in keiner Hausbibliothek fehlen!

Alessandro Rugolo