Die italienische Irrelevanz in der internationalen Szene

(Di Tiziano Ciocchetti)
06 / 01 / 20

Der US-Außenminister Mike Pompeo setzte sich unmittelbar nach der Razzia, bei der der iranische General Qassam Soleimani getötet wurde, mit den Außenministern der alliierten Nationen in Verbindung, um Washingtons Strategie zu erläutern.

Unser Außenminister, Luigi Di Maio, wurde nicht kontaktierttrotz des wichtigen Beitrags der italienischen Streitkräfte zum Nahen Osten und der strategischen Bedeutung unseres Landes.

Offensichtlich behauptet die Farnesina, dass die einzigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates (als ob die Amerikaner diese internationale Organisation nie respektiert hätten) kontaktiert wurden, doch die Empörung bleibt bestehen.

Die Wahrheit ist, dass unsere Regierung (zusammen mit dem Parlament) keine Außenpolitik entwickeln kann, die den Interessen der Nation entspricht.

Die offiziellen Pressemitteilungen des Palazzo Chigi sprechen in diesen ersten Tagen des neuen Jahres, in denen die Spannungen im internationalen Szenario erheblich zunehmen, von Einladung zur Moderation, zum Dialog, zum Verantwortungsbewusstsein der Parteien (!). Unsere Politiker, die in den Pressemitteilungen in den sozialen Medien so langatmig sind, haben nichts Besseres zu sagen gefunden.

Italien hat viele kommerzielle Interessen mit dem Iran: Sollten wir also zu passiven Akteuren absteigen, ohne dass die Länder, die wichtig sind, uns ihre Pläne erklären?

Das Parlament von Bagdad hat gestern den Abzug ausländischer Streitkräfte aus dem irakischen Hoheitsgebiet, einschließlich des italienischen Militärs, beraten, das zusätzlich zu den wichtigen Ausbildungsaktivitäten einen wesentlichen operativen Beitrag (insbesondere dank der Sondereinheiten der Task Force 44) zur Bekämpfung geleistet hat Islamische Staatsdschihadisten.

Pompeos "Vergesslichkeit" ist ein schwerer Schlag für Italien.

Leider zahlen wir jahrelang schwankende Einstellungen, politische Instabilität und wenig Rücksicht auf den Verteidigungssektor.

Foto: NATO