Künstliche Intelligenz und Verteidigung

23/08/21

Das Defense Innovation Center (CID) der III. Abteilung des Verteidigungsstabes ist bereits seit einigen Jahren aktiv und wird immer mehr zum Protagonisten im Panorama der italienischen Verteidigung. Das CID hat die Aufgabe, die Entwicklung und Aktualisierung eines adäquaten konzeptionellen und doktrinären Rahmens zu gewährleisten, um den Transformationsprozess des nationalen Militärinstruments zu unterstützen, und operiert in diesem Sinne in Bezug auf Künstliche Intelligenz.

Insbesondere im laufenden Jahr hat sie die Initiative weiterverfolgt INNOV @ VERTEIDIGUNG, Defense Reference Hub für Innovation, die das Paradigma der Open Innovation (d. h. durch Rückgriff auf interne und externe Verteidigungsideen, durch wissenschaftliches kritisches Denken, den Pragmatismus der industriellen Realität und die Intuition des Forschungskontextes) aufgreift, ein Netzwerk von Experten schafft, das darauf ausgerichtet ist Offene Innovation im zivilen, privaten und institutionellen Sektor durch eine vom CID geleitete Verbindungsaktion zu begreifen. Genau in diesem Zusammenhang förderte das CID zwei Workshops im April und Juli.

Beim ersten Workshop "Künstliche Intelligenz, Verteidigung & Nachhaltigkeit: ethische, rechtliche und psychologische Implikationen“ wurden in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Institut für Innovation und Nachhaltigkeit (EIIS) die ethischen, rechtlichen und psychologischen Aspekte im Zusammenhang mit der Einführung von Künstlicher Intelligenz in die Welt der Verteidigung analysiert. , Theologe, der das Thema unter ethischen Gesichtspunkten behandelt und leitete die Untersuchung der ethischen Aspekte im Zusammenhang mit der Beziehung zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz.

Im zweiten Panel hat Prof. Andrea Castiello d'Antonio, Psychologe, ehemaliger außerordentlicher Professor für klinische und Arbeitspsychologie an der Europäischen Universität Rom, der hervorhob, wie KI in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft zunehmend nützlich ist, aber gleichzeitig eine Zunahme der Probleme von " Schnittstelle" zwischen Mensch und Maschine.

An der dritten Podiumsdiskussion nahmen Rechtsanwalt Marco Provvidera, Professor für Völkerrecht (Recht bewaffneter Konflikte), Nationale Sicherheit, Geheimdienstrecht, vergleichende Terrorismusbekämpfung und Recht der neu entstehenden Technologien, der die Situation in den Vereinigten Staaten analysierte und in der Europäischen Union und unterstreicht die zunehmende Dringlichkeit der Regulierung des Sektors, auch um zu verhindern, dass westliche strategische und geopolitische Konkurrenten und Gegner die Regeln des ius ad bellum und jus in bello zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen.

Im Juli, mit dem zweiten "Künstliche Intelligenz, Verteidigung und Nachhaltigkeit: Neuer Schulungsbedarf, e-Leadership und Evolution von Entscheidungsprozessen" sehen wir ein wachsendes Interesse der Öffentlichkeit, der Hochschulen und der nationalen Industrie an einem Thema, das für die Weiterentwicklung der Streitkräfte und das nationale strategische Denken immer wichtiger wird.

Das erste der beiden Panels, die in diesem zweiten Treffen organisiert wurden, sahen unter anderem die Beiträge von Prof. DM Roman, Experte für das Management von Konflikten, die sich aus der Einführung neuer Technologien ergeben, und von Dr. E. Jäger, Senior Director Industry Strategy & Transformation EMEA - Oracle. Während des Panels wurden die Aspekte der neuen digitalen Kompetenzen und der neue Ausbildungsbedarf der Mitarbeiter aus verschiedenen Blickwinkeln vorgestellt, mit besonderem Augenmerk auf die Aspekte im Zusammenhang mit den kritischen Fragen des sozialen Verantwortungsbewusstseins, der wirtschaftlichen Analyse von KI als exponentielle Technologie (der Wert komplementärer Fähigkeiten) und die möglichen Anwendungen von KI zur Entwicklung von Divergenz. Das Gremium wurde daher durch die Erfahrungen der Verteidigung mit dem Challenge-Amelia-Projekt bereichert, einer praktischen Anwendung des Einsatzes von KI, um dem wachsenden Bedarf nach Anpassung der Ausbildung der militärischen herrschenden Klasse gerecht zu werden.

Das zweite und letzte Panel, bei dem Prof. M. Ruggieri, ordentlicher Professor für Telekommunikation an der Universität Rom "Tor Vergata", von Ing. A. Costaglioli, Chief Innovation Officer der INPECO-Gruppe und von prof. A. Castiello d'Antonio, betonte die Aspekte im Zusammenhang mit Mensch-Maschine-Teaming, die Datenqualität und den Algorithmus für eine effektive Implementierung von KI, neue Führungsmodelle und die Figur des neuen E-Leaders.

In Vorbereitung ist derzeit der dritte Workshop, der voraussichtlich Anfang Oktober stattfinden wird und über den wir später die Gelegenheit haben werden, darüber zu sprechen.

Alessandro Rugolo, Fabrizio Benigni

Um mehr zu erfahren:

Verteidigungs-Innovationszentrum - Difesa.it