Die Ukrainer beginnen, Probleme mit den PzH-2000 zu haben

(Di Tiziano Ciocchetti)
03/08/22

Unmittelbar nach Abschluss des Besatzungstrainings lieferte Deutschland gegen Ende Juni 7 selbstfahrende Artillerieeinheiten vom Typ 2000/155 mm PzH-52 an die Ukraine. Lieferung sanktioniert durch die Worte des ukrainischen Verteidigungsministers Oleksii Reznikov, der am 21. Juni seiner deutschen Amtskollegin, Frau Chrisitine Lambrecht, für die Hilfe im Kampf gegen den russischen Eindringling dankte.

Offensichtlich reicht es nicht aus, Mittel zu beschaffen, es bedarf auch einer logistischen Unterstützung, die die Aufrechterhaltung ihrer Betriebsbedingungen sicherstellt. Dies setzt die Aktivierung einer Lieferkette von Ersatzteilen sowie die Schulung der für die Durchführung von Reparaturen zuständigen Techniker voraus, falls diese erforderlich sein sollten.

Laut der deutschen Wochenzeitung Der Spiegel, einige dieser 7 selbstfahrenden PzH-2000-Fahrzeuge, die von der ukrainischen Armee gegen russische Streitkräfte eingesetzt wurden, hielten der hohen Feuerrate nicht stand, der sie seit ihrer Lieferung ausgesetzt waren. Davon geht zumindest die Bundeswehr aus, um die in der vergangenen Woche aus Kiew gemeldeten technischen Probleme zu erklären.

Das auf der PzH-155 installierte 52/2000-mm-Geschütz war gemäß den Vorgaben der Bundeswehr für eine aufeinanderfolgende Feuerrate von ca. 100 Schuss ausgelegt.

Es scheint jedoch, dass die ukrainischen Kanoniere diese Grenze weit überschritten haben, was den automatischen Lademechanismus der selbstfahrenden Fahrzeuge belastet. Sie hätten auch Munition verwendet, die nicht für die 52-mm-Haubitzen Rheinmetall L155 geeignet war (möglicherweise wurden US-Schüsse verwendet Excalibur um größere Reichweiten zu erzielen).

Die Bundeswehr versicherte jedoch, "schnell" Ersatzteile zu schicken, um die beschädigten PzH-2000 zu reparieren. Darüber hinaus plant Berlin die Einrichtung eines Reparaturzentrums in Polen, um die ukrainischen Streitkräfte logistisch besser zu unterstützen.

Wir erinnern daran, dass die Bundesregierung in den letzten Tagen grünes Licht für den Verkauf von 100 PzH-2000 an die Ukraine für einen Gesamtbetrag von 1,7 Milliarden Euro gegeben hat.

Darüber hinaus hat die ukrainische Armee gerade das erste selbstfahrende Flugabwehrflugzeug erhalten Gepard 35 mm (zweites Foto), auch hier gab es aufgrund der verwendeten Munition große Probleme. Tatsächlich hatte die Schweiz, wo Oerlikon Munition herstellt, ein Veto gegen die Lieferung von 35-mm-Geschossen eingelegt. Man dachte, das Verbot zu überwinden, indem man sich an einen norwegischen Hersteller (wahrscheinlich Nammo) wandte. Offenbar verursachte die von der skandinavischen Firma gelieferte Munition jedoch mehrere Störungen in der Stromversorgung der beiden 35-Kanonen der Gepard.

Foto: US Army / Bundeswehr

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