Algerien hat zwei Jahre lang gegen unsere Gewässer verstoßen, als Reaktion darauf hat die Conte-Regierung Briefe an die Vereinten Nationen geschrieben

(Di Tiziano Ciocchetti)
05/02/20

Am 21. März 2018 verlängerte Algerien durch Erlass des Präsidenten der Republik einseitig seine AWZ (ausschließliche Wirtschaftszone) um 400 km und erreichte damit nur 12 km vor den Küsten des Südwestens Sardiniens.

Das hat heute die Nördliche Liga Borghi in der Abgeordnetenkammer in parlamentarischer Interpellation gesagt. Der Minister für Beziehungen zum Parlament D'Incà antwortete, dass Italien mit einem Schreiben vom 74. November 28 unter Berufung auf Artikel 2018 des Seerechtsübereinkommens Einwände erhoben habe.

Fast sieben Monate später, am 20. Juni 2019, antwortete Algerien mit einer mündlichen Aufforderung, gemeinsam im Dialog zu handeln, um eine gerechte und annehmbare Lösung der Außengrenzen der AWZ Algeriens und des Seeraums Italiens zu erreichen.

Nach Aussage von Minister D'Incà entscheidet Algerien daher, wie die Meeresnutzungsgebiete Italiens aussehen sollen.

Zu den Zielen von Algier zählen sowohl Fischereigebiete - der Fischsektor im Westen Sardiniens könnte ernsthafte Schäden erleiden - als auch die Nutzung von Energie. Darüber hinaus sollte das Migrationsproblem mit der Eröffnung einer neuen Route zwischen der algerischen und der sardischen Küste nicht unterschätzt werden.

Einmal mehr wird die Unfähigkeit italienischer Politiker und insbesondere der Exekutive hervorgehoben, entschlossen auf offene Verstöße gegen unsere Souveränität zu reagieren.

Herr Borghi antwortete dem Minister darauf man bittet nicht, Kreuzer und Schlachtschiffe zu schicken, wie es die Amerikaner oder Briten getan hätten, sondern eine schriftliche Handlung zu formulieren, um den Algeriern klar zu machen, dass dieser Meeresabschnitt unser ist.

Wir fordern stattdessen die Regierung auf, eine Marinegruppe zu entsenden, um unsere Interessen zu schützen, und zwar in Übereinstimmung mit dem Seerecht, das Algier offen verletzt.

Foto: Präsidentschaft des Ministerkaninchens

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