Tienanmen ("Tor des himmlischen Friedens"): Wer schweigt, ist ein Komplize

(Di Andrea Cucco)
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Vor 31 Jahren fand ein Massaker statt. Der Chef der Kommunistischen Partei Chinas befahl nach Wochen, in denen viele junge Menschen, Arbeiter und Intellektuelle nach Reformen und Freiheiten fragten, dieVolksbefreiungsarmee Feuer eröffnen.

In China, wo vor dem Sprechen auch Jesus Maos rotes Heft auswendig lernen muss, sind die Streitkräfte von der Partei abhängig, nicht vom Staat.

Tausende Todesfälle in wenigen Stunden, Zehntausende in den folgenden Jahrzehnten.

Diejenigen, die China nicht kannten, waren dann entsetzt. Diejenigen, die sie kannten, wussten, dass das Massaker unvermeidlich sein würde.

In Italien spielten einige von uns mit einer Plastikrassel oder einem Spielzeugauto. Jemand anderes hatte sein Jurastudium beendet und sich offensichtlich nicht die Mühe gemacht, das, was sie in Italien gelernt hatten, mit einem fernen Regime zu vergleichen. Vielleicht hatte er damals keinen Lehrplan.

Nach 31 Jahren in einigen ist das Gewissen unverändert geblieben: gleichgültig und plastisch?

Wer vor dieser Seite der Geschichte schweigt, ist nicht "diplomatisch" und nicht einmal ein Politiker, er wird ein Komplize.

Wenn ein Land keine Skrupel hat, Mitbürger zu unterdrücken, wird es jemals Hunderttausende im Ausland ausrotten?

Wer kann solchen Mördern die Hand geben (lächelnd)?

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