Spannung im Schwarzen Meer: Gelbe Karte für die NATO?

08 / 07 / 14

Das Schwarze Meer wird in diesen Stunden von so vielen russischen Schiffen und von der NATO überquert, dass es schwierig ist, überhaupt zu segeln. Die Seestreitkräfte in der Region sind die größten seit dem Kalten Krieg.

Die Russen haben ungefähr zwanzig Schiffe im Schwarzen Meer für eine Trainingsmission, die am 4. Juli begonnen hat. Zusätzlich zu den Hilfsschiffen setzte Moskau den Oberflächeneffektraketenwerfer "Samum", das kleine Raketenschiff der Nanuchka III-Klasse, die "Shtil" und zwei Raketenkorvetten der Tarantul III-Klasse, die R-109 und die R-239, ein.

Die Spannung ist jedoch vor einigen Stunden aufgrund der Gesamtzahl der NATO-Schiffe im Schwarzen Meer in die Höhe geschossen.

Nach der Montreux-Konvention können Militärschiffe von Nationen, die keinen direkten Zugang zum Schwarzen Meer haben, bis zu 21 Tagen in der Region verbleiben. Nach Angaben der Russen hat die US-Fregatte USS Taylor Anfang dieses Jahres gegen die Konvention verstoßen und damit das 11-Tageslimit überschritten.

Die NATO hat neun Kriegsschiffe im Schwarzen Meer. Die Task Force besteht aus dem Klassenkreuzer "Ticonderoga" Aegis USS Vella Gulf (Bild), der französischen Fregatte Surcouf und zwei SIGINT-Schiffen: der französischen Dupuy de Lome und der italienischen Elettra.

Ebenfalls vor der bulgarischen Küste nimmt eine Minensuchgruppe der NATO an der Breeze-2014-Flottenübung teil.

Die Task Force setzt sich aus dem italienischen Patrouillenschiff ITS Aviere, den Minensuchbooten ITS Rimini und der TCG Akcay der türkischen Marine sowie dem Antiminenschiff Chiddingfold der britischen Royal Navy zusammen.

Laut der Nachrichtenagentur Ria Novosti überwacht die russische Marine ständig alle Bewegungen von NATO-Schiffen im Schwarzen Meer.

Franco Iacch

(Foto: DoD USA)