Das wirtschaftliche Bündnis zwischen Israel und Japan

(Di Maria Grazia Labellarte)
16 / 03 / 16

Diese Woche unterzeichneten Beamte aus der japanischen Region Kansai ein Memorandum of Understanding zur Stärkung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen dem Land der aufgehenden Sonne und Israel. Die Veranstaltung ist Teil eines Programms, bei dem eine Delegation der Verwaltungen wichtiger japanischer Städte wie Osaka, Kobe und Kyoto, Manager multinationaler Elektronikunternehmen wie Panasonic und Hitachi sowie Vertreter der National Agency for Export zusammengearbeitet haben.

Grundlegender Punkt dieses neuen wirtschaftlichen Horizonts ist das vorrangige Interesse Japans an Israel als "internationalem Zentrum für Spitzentechnologie", der Art Technologie, die für die Wiederbelebung Japans in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit seiner Wirtschaft erforderlich ist und die vor allem auf eine wirksame Entwicklung abzielt Vergleich mit China.

Das Niveau der Beziehungen zwischen den beiden Ländern hatte im Mai 2014 einen Wendepunkt, als der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Japan besuchte, gefolgt von der Ablösung des Besuchs des japanischen Führers Shinzo Abe in Israel im Januar 2015. Seitdem haben sich die Beziehungen zwischen Tokio und Tel Aviv rasant entwickelt und basieren auf gemeinsamen wirtschaftlichen und strategischen Interessen.

Die beiden Regierungen haben nacheinander zahlreiche Abkommen unterzeichnet: Im vergangenen Oktober richtete Israel in Osaka ein Handelsbüro ein, um die Technologie des jüdischen Staates unter den japanischen Automobilherstellern zu fördern. Japanische Unternehmen, darunter Toyota, haben auch Tech-Events organisiert, Hackathon und andere Initiativen in Israel, eine ideale Basis für zukünftige und neue Projekte Anfang.

Die wirtschaftliche Achse zwischen Japan und Israel und nicht ein "neues Bündnis" scheint die Entwicklung einer alten, aufgewerteten Beziehung unter dem Banner größerer Transparenz zu sein. In der Antike, insbesondere in Japan, waren die bilateralen Beziehungen durch eine gewisse Stummheit gekennzeichnet, die durch die Angst der Japaner, die arabischen Partner zu irritieren und damit die Ölversorgung des Nahen Ostens zu beeinträchtigen, die Tokio seit jeher dringend benötigte. Die Zeiten haben sich offenbar geändert. Neue strategische Möglichkeiten scheinen sich jetzt gegen die japanische Angst durchzusetzen, konsolidierte strategische Kontakte zu verlieren.

(Auf dem Foto besucht der israelische Ministerpräsident Netanjahu Japan in der 2014)